Wildtiere trotzen der kalten Jahreszeit

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kts by pressekat.de - 19.01.2012 08:02 - (djd). Wenn Naesse und Kaelte das Wetter bestimmen, ziehen sich die Menschen gerne in ihre gemuetliche Stube zurueck. Manche haben Mitleid mit den Wildtieren, die draussen in der Kaelte ausharren muessen. Doch dazu gibt es keinen Grund: Die Wald- und Feldbewohner haben sich ueber Generationen hinweg wichtige ueberlebensstrategien zugelegt, die sie keine Not leiden lassen.

Kein falsches Futter

Der Deutsche Jagdschutzverband appelliert deshalb an alle Erholungssuchenden, auf den Waldwegen zu bleiben und keinesfalls das Wild eigenstaendig zu fuettern. Brotreste schaden den Tieren eher, als dass sie nutzen. Bei weitem nicht alles, was uns Menschen schmeckt, ist auch fuer Rehe, Hirsche oder Hasen verdaulich. Falsche Fuetterung kann bei ihnen zu ernsthaften Gesundheitsschaeden fuehren. Wildschweine als Allesfresser brauchen kein zusaetzliches Futter, fuer sie ist der Tisch immer reich gedeckt. Rehe und Hirsche trotzen den frostigen Temperaturen mit einem schuetzenden Echthaar-Mantel und senken Herzschlag und Koerpertemperatur in den Energiesparmodus ab. Sie leben auf Diaet, ohne jedoch wirklich Hunger zu leiden. Andere Tierarten wie die Haselmaus schlafen ueber Monate oder halten Winterruhe wie Dachs und Waschbaer. Nur wenige Male erwachen die Tiere, um Vorraete zu sammeln und zu fressen.

Fachwissen gefragt

Wer Rehen, Hasen oder Hirschen wirklich helfen will, der sollte vor allem Hunde an der Leine fuehren und auf den Wegen bleiben. Werden die Tiere erschreckt, verbrauchen sie bei ihrer Flucht wertvolle Energiereserven, die aber bis zum Fruehjahr reichen muessen. Haeufig gestoertes Wild beginnt auf der Suche nach Fressbarem die Rinden von Baumstaemmen zu schaelen oder Triebe abzuknabbern. In der Folge koennen Baeume stark geschaedigt werden. Steht bei lang andauernden Frostperioden oder sehr hoher Schneedecke nicht genug Nahrung zur Verfuegung, koennen die Behoerden eine Notzeit ausrufen. Jaeger und Foerster fuettern dann artgerecht.

Spaziergaenger sollten Futterkrippen im Wald meiden und die Fuetterung auch in der kalten Jahreszeit Fachleuten wie Jaegern und Foerstern ueberlassen. Auf www.jagdnetz.de gibt es mehr Informationen.
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