Sicher unterwegs im Internet

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Bildunterschrift: Wer im Internet einkauft, bekommt die Haendler nicht zu Gesicht - eine gesundes Misstrauen kann daher nicht schaden. - Copyright: © Foto: djd/thx/Ergo Direkt Versicherungen
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kts by pressekat.de - 14.01.2012 12:27 - (djd). Konzertkarten online buchen, schnell eine ueberweisung vom Handy aus machen, nach Ladenschluss shoppen und die Versicherung direkt am PC abschliessen - das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Damit die Reise ins World Wide Web keine boesen Folgen hat, geben Sicherheitsexperten hier ihre besten Tipps.

Fallen erkennen

Eine besonders fiese Masche ist das sogenannte Phishing, bei dem Surfer auf gefaelschte Websites gelockt werden. "Hier versuchen Dritte an sensible Daten eines Internet-Nutzers zu gelangen", erklaert Achim Plattner, E-Business-Experte bei den Ergo Direkt Versicherungen. Typisch beim Phishing sei die Nachahmung des Designs einer vertrauenswuerdigen Seite, etwa einer Bank oder Behoerde, sodass die Gefahr kaum zu erkennen sei. "Durch gefaelschte E-Mails werden die Nutzer auf diese Seiten geleitet, wo sie sensible Daten wie zum Beispiel Passwoerter fuer das Online-Banking eingeben sollen", erlaeutert Plattner. Mit den gestohlenen Daten koennen die Betrueger dann beispielsweise das Konto ihres Opfers pluendern. Generell gilt: Internetseiten am besten immer direkt anwaehlen, nicht ueber E-Mail-Links. Das Virenschutzprogramm auf dem Rechner sollte stets auf dem neuesten Stand sein.

Daten schuetzen

Wenn es um die Preisgabe privater Daten geht, ist weniger oft mehr. "Beim Online-Handel etwa muss man prinzipiell nur die Daten angeben, die zwingend fuer die Abwicklung des Geschaefts notwendig sind", weiss der Datenschutzbeauftragte Stefan Staub, Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. Dies kann je nach Art des Geschaefts variieren und ist abhaengig von der angebotenen Zahlungsart. Stefan Staub: "Eine Zahlung per Rechnung kann eine Auskunft bei Ratingagenturen wie der Schufa nach sich ziehen. Bei Vorkasse waere dies nicht erlaubt."

Sicher shoppen

Bekannte Marken und Versandhaendler bieten meist sichere Seiten und ebenso sicheren Service an. Doch wie zahlt man online am besten? Ihre Kreditkartendaten geben viele Kaeufer nur ungern preis. "Es kommt im Wesentlichen auf die technische uebermittlung der Daten an und darauf, wie der Verkaeufer mit damit umgeht", weiss der Hamburger Rechtsanwalt Jochen Plett, Fachmann fuer IT- und Internetrecht. "Sicher sind uebertragungswege ueber 'https'-Seiten sowie Verschluesslungen." Plett: "Trotzdem sollte man vorher bei seinem Kreditkartenunternehmen die Fristen fuer einen Widerruf erfragen."

Vorsichtig surfen

Erscheint eine Internetseite oder ein Online-Shop nicht vertrauenswuerdig, sollte man sich ueber Google, in Foren, Blogs oder auch bei Verbraucherverbaenden ueber Kundenerfahrungen mit dem betreffenden Unternehmen informieren. "Bei bekannten und vertrauenswuerdigen Marken kann man in der Regel nichts falsch machen", beruhigt E-Business-Experte Achim Plattner.

Ideal vorbeugen

Wenn wirklich einmal etwas passiert beim Shoppen und Surfen im Internet und man sich vor Gericht ueber einen Kaufvertrag, eine Ersteigerung oder Vertraege streiten muss, hilft eine Rechtsschutzversicherung. Hans-Juergen Niehues, Jurist und Rechtsschutz-Experte bei der D.A.S. Hamburg, weiss, worauf man bei deren Auswahl achten sollte: "Gerade in solchen Faellen helfen spezielle Rechtsschutz-Internet-Produkte, etwa der D.A.S. Internet-Rechtsschutz. Das ist der 'Surf-Airbag' fuer im Internet privat abgeschlossene Vertraege."
Weitere Rechtstipps zum Thema "Internet und Computer" gibt es auf www.das-rechtsportal.de nachzulesen.


KASTEN

Interview

Falsch geklickt - und nun?
Antworten von Rechtsanwalt Jochen Plett (Hamburg) und Achim Plattner, E-Business-Experte bei den Ergo Direkt Versicherungen (Fuerth).

Was tun, wenn bestellte und bezahlte Ware nicht geliefert wird?
Jochen Plett: "Der Kaeufer kann nach schriftlicher Fristsetzung vom Vertrag zuruecktreten und sein Geld zurueckverlangen bzw. die Ware einfordern. Er kann allerdings auch - als Sonderrecht im Internet - seine Willenserklaerung schriftlich widerrufen. Dies ist im Regelfall bis zur Warenlieferung moeglich. Kommt der Verdacht auf, dass ein Betrug vorliegt, sollte Strafantrag bei der Polizei gestellt werden, auch wenn das kein Geld zurueckbringt."

Kann man vom Einkauf im Internet zuruecktreten?
Jochen Plett: "Der Kaeufer kann bei Warenlieferungen, nach ordentlicher Belehrung durch den Verkaeufer, binnen zwei Wochen den Widerruf mittels Fax, E-Mail oder Brief erklaeren. Achtung: Widerrufsfristen koennen sich verschieben oder bei manchen Waren und Dienstleistungen (z. B. bei Reisebuchungen) ganz ausgeschlossen sein."

Haften Eltern automatisch, wenn Minderjaehrige Geschaefte abschliessen?
Jochen Plett: "Vertraege von unter Siebenjaehrigen sind nichtig. Sind die Kinder sieben bis 18 Jahre alt, gelten Vertraege als 'schwebend unwirksam'. Die Eltern koennen die Vertraege durch Verweigerung einer Genehmigung verhindern. Verweigert ist die Genehmigung uebrigens auch dann, wenn die Eltern diese trotz Aufforderung nicht erteilen und einfach schweigen. Ausnahmen gelten fuer die Verwendung von Taschengeld beim Kauf."

Soll ich "Cookies" zulassen?
Achim Plattner: "Ein Cookie ist eine winzige Textdatei, die mit Erlaubnis des Nutzers auf der Festplatte des Computers gespeichert wird. Cookies koennen keine Viren transportieren oder schaedliche Software auf dem PC installieren. Das Akzeptieren von Cookies ist bei Websites von Versicherungen zu empfehlen, da sonst bestimmte Funktionen der Internetseite - wie Kundenlogin, Tarifberechnung und auch der Versicherungsabschluss - nicht genutzt werden koennen."
Bilder zu dieser Pressemitteilung:
Wer im Internet einkauft, bekommt die Haendler nicht zu Gesicht - eine gesundes Misstrauen kann daher nicht schaden. - Copyright: © Foto: djd/thx/Ergo Direkt Versicherungen
"Datendiebe" lauern im Internet und wollen nur zu gern von der Leichtglaeubigkeit der Surfer profitieren. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Jochen Plett, Rechtsanwalt in Hamburg, Experte fuer IT- und Internetrecht. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Stefan Staub, Datenschutzbeauftragter und Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Hans-Juergen Niehues, Jurist und Rechtsschutz-Experte, Leiter der Leistungsabteilung der D.A.S. Hamburg. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Achim Plattner, Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fuerth. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Wer im World Wide Web unterwegs ist, sollte es an der noetigen Achtsamkeit niemals fehlen lassen. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Viel Aufsehen erregten immer wieder Meldungen ueber das sogenannte Phishing. Dabei versuchen Dritte mit krimineller Absicht, an sensible Daten eines Internetbenutzers zu gelangen. - Copyright: © Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen
Pressekontakt:
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