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12.01.2012 10:01 - (dtd). "Wie Menschen denken und leben, so bauen und wohnen sie", wusste schon der bekannte deutsche Kulturphilosoph Johann Gottfried von Herder. Das eigene Zuhause ist in den letzten Jahren fuer die Bundesbuerger immer wichtiger geworden. 98 Prozent der Deutschen wuenschen sich ein schoenes Heim, wie eine repraesentative Umfrage des IMWF Instituts fuer Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Baufinanzierers Interhyp ergab. Dieses Ergebnis ist nicht verwunderlich, denn inzwischen verbringen die Menschen hierzulande 90 Prozent ihrer Zeit in den Innenraeumen und zwei Drittel davon in ihren eigenen vier Waenden.
Sozialer Mittelpunkt
In einer von Hektik und Stress gepraegten Welt, die ein hohes Mass an Flexibilitaet und Anpassungsfaehigkeit fordert, avanciert das traute Heim zum sozialen Mittelpunkt des Lebens, an dem Entspannung und Erholung, aber auch Geselligkeit und zwischenmenschliche Kontakte gepflegt werden. In der Kueche wird mit Freunden geschlemmt und gefeiert, die gute Stube wird zum Schauplatz unvergesslicher Kino-Abende und das Badezimmer zur ganz privaten SPA-Oase. Mit den sich veraendernden Anspruechen und Beduerfnissen ans Wohnen haben sich auch die Aufteilungen der einzelnen Raeumlichkeiten veraendert. Die frueher strikt von einander abgegrenzten Bereiche oeffnen sich und verschmelzen immer mehr miteinander. Moderne Unterhaltungselektronik haelt in der Kueche Einzug, Elemente der Koerperpflege werden ins Schlafzimmer integriert und Wohn- sowie Esszimmer sind laengt zu einer Einheit geworden.
Flexible Moebel
"Die Menschen verabschieden sich immer mehr von den alten Raumeinteilungen mit Kueche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer", sagt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Moebelindustrie. Als Trendbarometer nimmt die imm cologne diese Entwicklungen auf und spiegelt vom 16. bis 22. Januar 2012 auf dem Koelner Messegelaende wider, was in der Einrichtungswelt im kommenden Jahr angesagt ist. Die Stadt am Rhein erwartet rund 1.100 Aussteller aus 54 Laendern, die ihre Sortimente und Neuheiten rund ums Wohnen praesentieren. Die neue offene Wohnform erfordert natuerlich andere Moebel. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schraenke und Sofas lediglich an die Wand gestellt wurden. Sie muessen heute von allen Seiten gut aussehen, solide verarbeitet und vor allem funktionell sein. Zudem werden moderne Moebel wieder kleiner, sodass sie leicht verstellbar sind. Somit koennen sie die Bewohner immer genau da platzieren, wo sie gerade Lust dazu haben. Vitrinen koennen schmal sein, weil LED-Licht kaum noch Platz benoetigt. Tische lassen sich mit einfachen Handgriffen verlaengern, wenn Gaeste zum Essen kommen, und Flachbildschirme werden per Fernbedienung im Sideboard versenkt.
Grenzenlose Gestaltungsfreiheit
Moderne Bewohner fragen sich nicht mehr, was in ihr Wohnzimmer gehoert, sondern was sie in ihrem so definierten Raum machen wollen. Das einstige "Entweder-oder-Modell" wird abgeloest durch ein eindeutiges "Sowohl-als-auch". Alles ist moeglich, und jeder kann seine facettenreiche Persoenlichkeit im eigenen Zuhause richtig ausleben. Heutzutage stellen alte, traditionelle Grenzen beim Einrichten keine unueberwindbaren Huerden mehr da. Das Fernsehen haelt im Kuechenbereich Einzug, der Esstisch wird in der offenen Kueche mit Esssesseln zur Kommunikationszentrale oder die Badewanne findet im Schlafzimmer Platz. Diese Freiheit in den eigenen vier Waenden bietet enorm viele Moeglichkeiten des Identitaetsausdrucks und der gestalterischen Unabhaengigkeit. Die Menschen wuenschen sich Moebel, die zu moeglichst 100 Prozent ihre ganz persoenlichen Beduerfnisse erfuellen. Dies beruecksichtigen die Hersteller inzwischen sehr gut und entwickeln Modelle, die eine grosse Variantenvielfalt hinsichtlich der Farben als auch der Auspraegung bieten.
In puncto Design geht die geradlinige Formensprache weiter, denn Schnoerkel waren gestern. Klare Linien bestimmen das Bild. Doch dabei wirken die Formen und Linien bei aller Strenge nicht kuehl, sondern verraten die Leidenschaft der Macher fuer Details und Qualitaet. Farben und Materialien sind von der Natur dominiert. Egal, um welchen Werkstoff es sich letztlich handelt: Die Hersteller sind durchweg bemueht, Modelle zu kreieren, die den Flair der Natur fuer die heimischen vier Waende einfangen.
Im uebrigen gilt beim Wohnen auch 2012 das Motto: "Alles ist moeglich!" Den Einheitslook von gestern gibt es nicht mehr, Individualitaet ist Trumpf. Wohnen bedeutet Leben und Leben ist Veraenderung. Beim Wohnen hat sich immer viel veraendert, manches eher langsam, manches eher schnell, manches von Dauer und manches verschwindet auch schnell wieder.
Wandlungsfaehige Lichtsysteme
(dtd). Ob in der Kueche oder im Wohnzimmer: Der Esstisch bildet in vielen Haushalten das Herzstueck des Familienlebens. An diesem zentralen Platz wird miteinander gegessen, gespielt und gelacht - im kleinen Kreis oder in geselliger Runde mit Freunden und Gaesten. Fuer eine gemuetliche Atmosphaere sorgt dabei das passende Licht. "Der Tisch und somit auch die Beleuchtung muessen wechselnden Anforderungen im Tagesverlauf gerecht werden. Ideal ist daher ein flexibles System", sagt Beleuchtungsexperte Alexander Schwarz vom Hersteller Oligo Lichttechnik.
Besonders im Trend sind hoehenverstellbare und dimmbare Pendelleuchten. Sie spenden nicht nur zum Abendessen, sondern auch fuer alle anderen Aktivitaeten am Tisch jeweils das passende Licht. Komfortabel sind Modelle mit Beruehrungsdimmer, welche eine stufenlose Einstellung der Helligkeit durch einfaches Anfassen der Leuchte ermoeglichen. Beim Design entscheidet natuerlich vor allem der persoenliche Geschmack. "Grundsaetzlich passen zu einem runden Esstisch auch eher runde Pendelleuchten, waehrend mit eckigen Tischformen laengliche Leuchten oder einzeln angeordnete Pendel harmonieren", so Alexander Schwarz.
Wichtig ist zudem, dass bei Tisch niemand geblendet wird. Eine Faustregel lautet: Der Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante der Leuchte sollte rund 60 Zentimeter betragen. Wer eine gemuetliche Lichtatmosphaere in der eigenen Wohnung mit einem hohen Energiespareffekt verbinden moechte, trifft mit LED-Pendelleuchten die richtige Wahl. Denn die Leuchtdioden verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln. Bei einer Lebensdauer der LEDs von circa 50.000 Stunden, so die Angaben des Herstellers, wird die sparsame und umweltfreundliche Pendelleuchte buchstaeblich zur "Anschaffung fuers Leben".
Flexibler Sitzkomfort
(dtd). Gefragt sind heute Wohnwelten, die flexibel sind und viele Funktionen erfuellen koennen. Sessel und Sofas sind laengst nicht mehr nur schlichte Sitzgelegenheiten, sondern sie dienen auch zum Relaxen, Schlafen, Arbeiten oder zum Genuss eines langen Heimkino-Abends. Die neuen Sofas sind viel zu huebsch, um sie wie zu Omas Zeiten unter Decken zu verstecken. Sie sollen aber nicht nur gut aussehen, sondern auch bequem sein. Jeder Bewohner soll Arme, Fuesse und Kopf nach seinen individuellen Beduerfnissen ablegen koennen. Der norwegische Bequemspezialist Ekornes beispielsweise bietet mit seinen Polstermoebeln der Marke "Stressless" eine Vielzahl an Moeglichkeiten, das Wohnzimmer den persoenlichen Sitzvorlieben anzupassen. Dank einer grossen Modellpalette mit individuell einstellbaren Rueckenlehnen, kuscheligen Eckelementen und funktionalen Sektortischchen und dank unterschiedlichster Farben, Leder- und Stoffarten bleibt viel Spielraum, um individuelle Einrichtungsideen umzusetzen.
"Bei der Farbwahl sind Naturtoene besonders beliebt, ebenso wie das klassische Weiss oder Schwarz“, beschreibt Gerhard Vorraber, Vorstand des oesterreichischen Polstermoebelherstellers ADA, die aktuellen Favoriten der Verbraucher. Auch bei den Bezuegen dominiert die Natuerlichkeit der Materialien, denn so koennen sich die Kaeufer sicher sein, dass sie sich mit den neuen Moebeln keine schaedlichen Substanzen ins Haus holen.
Begehbares Stauraumwunder
(dtd). Sechs Millionen Haushalte in Deutschland wuenschen sich einen begehbaren Kleiderschrank. Das hat das Institut fuer Demoskopie in Allensbach herausgefunden. Dieser Traum ist manchmal einfacher zu erfuellen als gedacht: Mit einem flexiblen Stauraumsystem koennen Hausfrauen und -maenner auch den kleinsten Platz ausnutzen, um daraus einen begehbaren Schrank zu machen. Je nach Grundriss muss das Schlafzimmer nicht mehr als zwoelf Quadratmeter messen, um ihn zu integrieren. Auf Bügel gehaengte Kleidung benoetigt 60 Zentimeter. Eine Tiefe von 120 Zentimetern reicht also aus, um hinter Schiebetüren Platz für Kleidung und begehbaren Raum zu schaffen. Drehtüren schwingen in den Raum hinein, das kostet viel Nutzflaeche. Gleittüren dagegen werden beim oeffnen zur Seite geschoben, legen sich clever vor die naechste Tür und stehen nicht im Weg, sondern dienen als Raumteiler im Schlafzimmer. Dahinter schaffen Aufbewahrungsloesungen mit verschiedenen Komponenten Platz.
Bei flexiblen Wandsystemen wird nur eine stabile Tragleiste fest angebohrt. Mit Hilfe von Haengeschienen lassen sich anschliessend ganz einfach Regalboeden fuer gefaltete Hosen und Pullover sowie Koerbe in verschiedenen Groessen anbringen. In denen finden Struempfe und Unterwaesche Platz. Ein Bodensystem dagegen besteht hauptsaechlich aus aufeinander fixierbaren Korbregalen. Zusaetzlich koennen Schuhablagen und Kleiderhaken seitlich daran angebracht werden. Gitterboeden und Korbauszuege sind weitere Systemkomponenten. Wer eine Kleiderstange zwischen die Regale haengt, sortiert Jacken und Maentel ordentlich. Gaenzlich ohne Bohren kommt ein "Freestanding"-System aus, dessen Komponenten auf stabilen Stellfuessen montiert sind. Unter
www.elfa.com gibt es Inspirationen fuer Regalwaende und weitere Aufbewahrungsmoeglichkeiten im Schlafzimmer.
Eleganz und Leichtigkeit im Bad
(dtd). Erfrischung und Reinigung, Erholung und Entspannung: Das moderne Bad soll eine Vielzahl von Anspruechen erfuellen. Eine klare und zugleich angenehme Atmosphaere laesst sich mit Glas schaffen, das bei der Gestaltung von privaten Wellnessoasen nahezu unverzichtbar ist. Mit Ganzglasduschen, verglasten Waenden und Spiegeln laesst sich die Raumwirkung komfortabel und individuell gestalten. Duschkabinen oder -abtrennungen ganz aus Glas sind eine Einladung an die Sinne. Ganz nach den individuellen Anspruechen und Beduerfnissen sind sie inzwischen in allen denkbaren Variationen erhaeltlich.
Ob als transparenter Blickfang oder Dekorelement: Glasduschen ueberzeugen durch ihre Widerstandsfaehigkeit und gleichbleibende aesthetik. Sie sind zudem pflegeleicht und durch Sicherheitsglas wie beispielsweise "Securit" ungefaehrlich. Eine attraktive Variante, die auch Sichtschutz bietet, sind Duschkabinen oder Trennwaende aus Ornamentglas wie etwa "Masterglass". Doch auch bei Spiegeln spielt Glas im Bad eine Hauptrolle. Neben seinen praktischen Funktionen ueberzeugt es auch mit aesthetischen Vorzuegen: Es gibt kleinen Raeumen mehr Groesse, verteilt das Licht im Raum und verfuehrt zum Spiel mit Licht und Perspektive. Fuer Badezimmer eignen sich besonders Chromspiegel, die korrosionsfest und unempfindlich gegen Wasserdampf sind. Mehr Informationen und Gestaltungsanregungen finden sich unter
www.climaplus-securit.com.
Facettereich wie die Natur
(dtd). Wohnen heisst sich wohlfuehlen und gerne nach Hause kommen. Daher ist Natuerlichkeit in den eigenen vier Waenden nicht nur Schlagwort, sondern es wird konsequent umgesetzt. Der naturgesunde Werkstoff Holz ist gefragt wie nie. Seine Optik und Haptik sind faszinierend. Die Oberflaeche von Holz ist immer handwarm, sie laedt sich nicht elektrostatisch auf und zieht daher keinen Staub an. Holz wirkt zudem Raumklima regulierend. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, kann es Teile davon aufnehmen und gibt diese wieder ab, wenn die Raumluft einmal zu trocken ist.
Ein gutes Beispiel dafuer ist der exklusive Holzboden Celenio von Haro. Dieser laesst auf den ersten Blick Stein oder Schiefer vermuten, doch das Wesentliche ist der natuerliche Rohstoff Holz, der hier die Form einer dreidimensionalen Fliese annimmt. Die Boeden sind angenehm fusswarm, bruchfest und zudem leicht zu verlegen. Sie schmeicheln mit ihrer natuerlichen Farbgebung und den authentischen Strukturen in Stein, Schiefer oder Textil dem Auge. Die Grundlage bildet der Holzwerkstoff "Harolith". Dies ist ein Gemisch aus ausgewaehlten Holzspaenen, Farbpigmenten sowie verschiedenen Naturharzen, das unter hohem Druck gepresst wird.
Neben Boeden aus Stein und Holz liegen auch Kautschuk-Bodenbelaege zum Beispiel vom Hersteller nora systems im Trend. Diese bestehen bis zu 75 Prozent aus recycelbarem Material und sind frei von Weichmachern und Halogenen. Gleichzeitig ist der Belag nahezu unverwuestlich und unterstuetzt durch seine hohe Elastizitaet die Begeh- und Stehfreundlichkeit.