Hilfe bei Depressionen - aber wann?

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Bildunterschrift: Wer unter schweren Depressionen leidet, braucht schnell Hilfe - sonst kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden. - Copyright: © Foto: djd/deutsche depressionsliga/photoillustrator.eu/fotolia.com
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kts by pressekat.de - 13.12.2011 07:03 - (djd). Eine schwere Depression bedeutet: keine Kraft zum Arbeiten, oft nicht einmal fuer alltaegliche Dinge wie Koerperpflege, Einkaufen und Kinder versorgen. Hinzu kommen innere Leere und ein "Gefuehl der Gefuehllosigkeit" - und das wochen- und monatelang. Psychotherapie, die "sprechende Medizin", bewirkt nachhaltig eine Verbesserung der Symptomatik, dies ist eindeutig belegt. Wer an einer psychischen Erkrankung leidet und eine psychotherapeutische Behandlung benoetigt, braucht allerdings meist einen langen Atem und viel Kraft, um einen freien Behandlungsplatz zu finden. Doch gerade dies fehlt den Betroffenen.

Bis zu einem Jahr Wartezeit

In Deutschland ist die Zahl praktizierender aerzte und Therapeuten durch das Versorgungsstrukturgesetz limitiert. Das bedeutet quaelende Wartezeiten fuer die Patienten und fatale Konsequenzen gerade fuer Menschen am Ende ihrer Kraft. Rund 360 Betroffene haben bei einer Online-Umfrage der Deutschen DepressionsLiga (Juni-Oktober 2011) geschildert, wie es ihnen waehrend der oft monatelangen Suche nach einem Psychotherapieplatz erging. Die vollstaendigen Umfrageergebnisse sind unter www.depressionsliga.de einsehbar.

Tipps zur ueberbrueckung

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. (DDL) arbeitet gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe daran, diese Situation durch klare Informationen und Appelle an die entsprechenden Behoerden zu verbessern. Bis dahin empfiehlt sie Betroffenen folgende Massnahmen, um die Wartezeiten zu ueberstehen:

- sich bei mehreren Therapeuten gleichzeitig um Erstgespraeche bemuehen
- psychologische Beratungsstellen aufsuchen
- Hilfe von Angehoerigen und Freunden bei der Suche annehmen
- soziale Kontakte aufrechterhalten, immer im Gespraech darueber bleiben, wie es einem geht
- Unterstuetzung in einer Selbsthilfegruppe suchen (Adressen bei der DDL)
- sich in guten Internetforen austauschen
- bei schwerer Depression mit dem Hausarzt oder Psychiater ueberlegen, ob die Einnahme von Antidepressiva sinnvoll ist
- und wenn es gar nicht mehr geht, sich in einer Akutklinik aufnehmen lassen
Infos sind unter www.depressionsliga.de und www.deutsche-depressionshilfe.de nachzulesen.
Bilder zu dieser Pressemitteilung:
Wer unter schweren Depressionen leidet, braucht schnell Hilfe - sonst kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden. - Copyright: © Foto: djd/deutsche depressionsliga/photoillustrator.eu/fotolia.com
ueber die Haelfte der Betroffenen wartet laenger als zwei Monate auf den Therapiebeginn, ein Viertel sogar laenger als ein halbes Jahr. - Copyright: © Foto: djd/Deutsche DepressionsLiga e.V.
Die Haelfte der Betroffenen muss mehr als drei Therapeuten anrufen, um ueberhaupt einen ersten Gespraechstermin zu erhalten. Doch vom Erstgespraech bis zum Therapiebeginn vergehen meist nochmals etliche Wochen bis Monate. - Copyright: © Foto: djd/Deutsche DepressionsLiga e.V.
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