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06.12.2011 11:16 - (djd). Ohne sie waere es um das ehrenamtliche Engagement in Deutschland schlecht bestellt: Senioren sind immer da, wenn eine helfende Hand gebraucht wird. Sie haben mehr frei verfuegbare Zeit als Maenner und Frauen anderer Altersgruppen und sie helfen gerne. Das bestaetigte etwa ein aktuelles Forschungsprojekt zum Freiwilligenmanagement in Unterfranken an der Fachhochschule Wuerzburg-Schweinfurt: Rund zwei Drittel der Ehrenamtlichen, so ein Ergebnis der Studie, sind ueber 60 Jahre alt. Die Untersuchung zeigt auch auf, was in Sachen Ehrenamt noch besser gemacht werden kann. So betonen die Studienautoren etwa die Wichtigkeit einer Strategie, die Angebot und Nachfrage beim Ehrenamt zusammenfuehrt. Auch die Entwicklung einer Anerkennungskultur sei wichtig, um mehr Menschen - ob alt oder jung - fuer das Ehrenamt zu motivieren.
Das passende Angebot finden
Genau diese beiden Punkte erfuellt jetzt ein neues Online-Portal: Seit Dezember 2011 bringt "Doogood", ein neues Netzwerk fuer soziale Verantwortung, bundesweit Anbieter und Suchende zusammen. Auf
www.doogood.org werden freiwillige Helfer an Sozialinstitutionen, Vereine und Gemeinden, die ehrenamtliche Taetigkeiten zu vergeben haben, vermittelt. Die Gruenderin des Netzwerks, Jeanine von Stehlik, erklaert die Ziele: "Wir wollen im sozialen Bereich den Bedarf an ehrenamtlichen Mitarbeitern decken. In Deutschland besteht allein im sozialen Sektor pro Tag ein Defizit von vier Millionen Arbeitsstunden freiwilliger Helfer. Das wollen wir aendern." Das Portal will nicht nur Interessenten an die richtigen Stellen vermitteln, es bemueht sich auch um die fuer die Motivation so wichtige Anerkennung.
Wer hilft, wird auch materiell belohnt
"Um mehr Menschen fuer ein Ehrenamt zu begeistern, ist eine klare Anerkennung unabdingbar", weiss von Stehlik, die bei dieser Strategie auch die Wirtschaft mit einbezieht. Fuer jede im Ehrenamt geleistete Stunde bekommt der Helfende einen Anerkennungspunkt auf sein Doogood-Konto gutgeschrieben. Jede Stunde im Ehrenamt entspricht somit einem Punkt. Diese lassen sich dann aehnlich wie bei Vielflieger-Programmen in Sach- und Bildungspraemien eintauschen. Die Palette der Praemien, die Sponsoren zur Verfuegung stellen, reicht vom Handy-Gutschein bis zum Auto.
Um diese Funktion zu nutzen, ist ein geringer monatlicher Beitrag zu entrichten (drei Euro im Monat fuer Ehrenaemtler; ab 15 Euro fuer Sozialinstitutionen). Die Einnahmen daraus fliessen dann wieder sozialen Zwecken zu. Finanziert wird
www.doogood.org von Foerderern, die einen Teil ihres Vermoegens diesem wohltaetigen Zweck widmen. In der Basisfunktion kann Doogood von allen Beteiligten kostenlos genutzt werden.
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